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Geschichte

Das öffentliche Verbrechen: Zwangsarbeit im NS-Staat

Zwangsarbeit war Teil der Rassen- und Vernichtungsideologie der Nationalsozialisten. Ein Besuch im Dokumentionszentrum NS-Zwangsarbeit in Berlin-Schöneweide.

13 Millionen Menschen verschleppten die deutschen Faschisten zwischen 1939 und 1945 zur Zwangsarbeit nach Deutschland. Arbeit als rücksichtslose Ausbeutung, Arbeit als Gehorsam und Unterordnung, Arbeit ohne Arbeitsrechte – aber mit Terror, Überwachung und Gewalt. 36% aller Zwangsarbeiter verschleppen die Nazis aus der besetzten Sowjetunion: 2,78 Millionen Menschen. Dazu mehr als zwei Millionen sowjetische Kriegsgefangene.

Rot markiert sind Lager für Zwangsarbeiter in Berlin (Ausschnitt)

Zwangsarbeit ist im Deutschen Reich ab 1942 ein Massenphänomen: auf jedem Feld, jeder Baustelle, in jedem Rüstungsbetrieb, in vielen Privathaushalten schuften sog. Fremdarbeiter. „Zwangsarbeitereinsatz war kein Geheimnis. Er war ein weitgehend öffentliches Verbrechen“ (Knigge, Lüttenau, Wagner, 3. Aufl. 2021, S. 10, Zwangsarbeit. Die Deutschen, die Zwangsarbeiter und der Krieg. Weimar.)

Die Profiteure: AEG, Daimler-Benz, Kodak, Peek & Cloppenburg, Siemens, Rheinmetall, Tobis Filmkunst, die Berliner Städtischen Wasserwerke u.v.m.

Das Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit in Berlin-Schöneweide zeigt die Wege der Zwangsarbeiter, ihren Alltag, ihre Lebensgeschichten, aber auch die Gleichgültigkeit und Handlungsspielräume der deutschen Bevölkerung, vor deren Augen sich alles abspielte.

Vielen Dank an Dr. Thomas Porena für Führung und Workshop. https://www.linkedin.com/in/thomas-porena-672a2a233/de

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